12.01.2024
"Als Bürger hat man vier Möglichkeiten am 14. Januar. Als Christ nur drei": Wahlpodium im Kirchenkreis Schleiz

Der Kirchenkreis Schleiz hatte am 9. Januar, im Vorfeld der Landratswahl am 14. Januar, zu einem Wahlpodium in die Plothenbachhalle in Plothen eingeladen, unter dem Motto: "Wählen gehen - als Bürger und Christ".

Vertreten waren alle vier Kandidatinnen und Kandidaten (parteilos, CDU, Die Linke und AfD). Moderiert wurde der Abend von dem Geraer Pfarrer Frank Hiddemann.

Pfarrer Ingolf Scheibe-Winterberg aus Schleiz hatte das Podium organisiert. Er fand an dem Abend sehr klare Worte in Bezug auf die anstehende Landratswahl:

"Als Bürger hat man vier Möglichkeiten am 14. Januar. Als Christ nur drei."


Wort der Superintendentin des Kirchenkreises Schleiz, Heidrun Killinger-Schlecht, zur Wahl eines Landrates/ einer Landrätin im Landkreis Saale-Orla sowie im Kirchenkreis Schleiz:

"Als Superintendentin des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Schleiz, der von Wurzbach, Gahma, Blankenberg, Hirschberg, Mödlareuth, Gefell, Schleiz bis Neustadt/Orla, Triptis, Pillingsdodrf sowie Pößneck und Krölpa reicht, wende ich mich an alle Wählerinnen und Wähler im Saale-Orla-Kreis: Menschen, die wir als Bürgerinnen und Bürger, als Christinnen und Christen ins Amt eines Landrates/ einer Landrätin wählen, sollen sich für alle Menschen und für das Gemeinwohl einsetzen, für das, was der Gesellschaft im Ganzen auch zukünftig guttut.

Deshalb bitte ich: Prüfen Sie, hören Sie genau zu, nehmen Sie wahr, was für eine Gesellschaft dem Kandidaten, der Kandidatin vorschwebt. Als Christen ist unaufgebbar, dass ausnahmslos alle Menschen die gleiche Würde haben. Daraus folgt der Einsatz für die Schwächeren, für Weltoffenheit statt Nationalismus, für Menschlichkeit statt Fremdenhass und Hass „gegenüber den Medien, gegen die Presse, gegen die Kirchen, gegen die Verbände, gegen die Gewerkschaften, gegen die Altparteien“. (OTZ, 10. Januar 2024)

Es ist offenkundig und nicht zu übersehen geschweige denn zu überhören, dass rechtsradikales Gedankengut die Gedanken vieler Menschen in unserem Landkreis und Land als Lebenshaltung und eine Partei bestimmen. Wer sich offen gegen Kirche, gegen Verbände, gegen Gewerkschaften, gegen Presse und gegen die Altparteien stellt, wer sich vom Hass gegenüber Andersdenkenden und Ausländern leiten lässt, wer sich vom Neonazitum nicht distanziert, sollte nicht in ein verantwortliches Amt gewählt werden.

Wir alle, ausnahmslos, Bürger und Bürgerinnen, Christen und Christinnen, tragen Verantwortung mit unserer Wahl, wie es in der Zukunft im Saale-Orla-Kreis und im Land Thüringen weitergehen wird. Helfen Sie mit, das Gute zu bewahren, Menschlichkeit zu fördern, damit weiterhin ein friedliches Miteinander und Dialog möglich ist."
(11. Januar 2024)


Bleiben Sie mit unseren Newslettern auf dem Laufenden.

Hier Abonnieren

Die besten News per E-Mail - 1x pro Monat - Jederzeit kündbar